Aktuell: Syrer*innen in der Türkei

Schon seit nunmehr 5 Jahren fliehen Syrer*innen vor dem Krieg im eigenen Land in die Türkei. Bereits 2014 – so erinnert sich Carlotta – gab es zahlreiche obdachlose syrische Kinder auf den Straßen Istanbuls. In Europa allerdings erschien der Krieg im Nahen Osten zu diesem Zeitpunkt noch fern. Das änderte sich ein Jahr später – seitdem suchen wir in Europa und Deutschland nach politischen Lösungen für die Migration von Geflüchteten.

Sitzende Frau auf einer Straße in der Türkei
© Constanze Burbach

Die Türkei ist dabei mit offiziell 3,6 Millionen syrischen Geflüchteten im Land ein wichtiger, wenn nicht wichtigster, Partner. Die meisten von ihnen leben im Osten des Landes sowie in den Städten Istanbul und Izmir. Im Zuge der aktuellen Operation “Quelle des Friedens”¹ der türkischen Regierung, sollen sie nun in eine syrische “Schutzzone” umgesiedelt werden. Was denken Türk*innen und Syrer*innen in der Türkei über diese Operation? Welche Narrative und Wahrnehmungen gibt es in der türkischen Gesellschaft von den syrischen Geflüchteten?

Über diese Fragen haben sich Carlotta und Robin bei einer Tasse schwarzem Tee in Antalya unterhalten, wo Robin seit 5 Monaten lebt.

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¹ Offiziell dient Operation „Quelle des Friedens“ von türkischer Seite zur Selbstverteidigung gegen terroristische Bedrohung und soll Syrer*innen durch die Einrichtung einer Schutzzone die Rückkehr in ihre Heimat ermöglichen. Jedoch geht diese Operation auch mit dem Einmarsch türkischer Truppen in syrisches Staatsgebiet einher und umfasst eine Militäroffensive gegen Kurdenmilizen.