Fachkräfteengpass in Deutschland und ein Arzt aus Tunesien

Ob in der IT Branche, dem Handwerk, der Pflege oder der Medizin – sie werden in Deutschland dringend benötigt: Fachkräfte! Um den derzeitigen Fachkräfteengpass abzumildern, sollen gut ausgebildete Menschen aus dem Ausland angeworben werden. Welche bürokratischen Hürden und welche kulturellen Schwierigkeiten gibt es für diese Fachkräfte zu überwinden? Welche Anreize schafft die Bundesregierung? Und kommen die Menschen überhaupt nur deshalb nach Deutschland?

Diesen Fragen wollen wir in der heutigen Podcastfolge nachgehen. Zu Gast ist dabei Amine, geboren in Tunesien, wo er Medizin studierte und seinen Abschluss machte. Vor drei Jahren wanderte er von Tunis nach Erfurt aus, um in Thüringen einen Job in einem Krankenhaus zu finden. Bei Thüringer Bratwurst und Bier spricht er mit uns in dieser Folge über sein Leben in Tunesien und Deutschland. Er erklärt, wo er Mängel seitens der Thüringischen Behörden sieht und warum so viele seiner ehemaligen Studienkolleg*innen Tunesien verlassen.

Dürfen wir vorstellen?

Anger in ErfurtChechoualak Nahostcast!
Ich bin Amine, im schönen Sfax, in Tunesien, geboren und habe in Monastir Medizin studiert. Ich wusste schon früh, dass ich gerne mehr von der Welt sehen, andere Sprachen und Kulturen kennenlernen wollte, und hatte daher schon länger den Gedanken eine Zeit in einem anderen Land zu leben. Nach Deutschland gezogen hat mich dann nicht nur der Fachkräfteengpass in der Medizin und die damit verbunden Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch das gute Bier und Bratwurst…. Als bin ich zunächst einmal in Thüringen gelandet und habe hier als Facharzt gearbeitet. Mittlerweile wohne ich in Berlin und bin natürlich fleißiger Hörer von Nahostcast…Prost!
P.S. Mein Lieblingsort ist die Fontäne am Anger in Erfurt, für laue Sommernächte mit einem kühlen Bier sehr zu empfehlen!